Revision & Berufung

Nobis - Rechtsanwälte für Strafrecht

Die Kanzlei Nobis hilft Ihnen bei Revision oder Berufung:

Die Revision in Strafsachen ist das schärfste Schwert des Strafverteidigers und – sofern die erste Instanz vor dem Landgericht stattfand – das einzige Rechtsmittel, welches dem Angeklagten zur Durchsetzung seiner Rechte verbleibt. Eine Revision erfolgreich durchzuführen, erfordert enormes Fachwissen und gilt daher auch als die „Königsdisziplin“ einer Rechtsanwältin / eines Rechtsanwaltes für Strafrecht. Die Revision ist neben der Berufung (Berufung in Strafsachen ist nur gegen Urteile des Amtsgerichts möglich) das einzige Rechtsmittel, welches die Rechtskraft des tatgerichtlichen Urteils hemmt. Dieses kann also bis zur Entscheidung über die Revision nicht vollstreckt werden. Der Angeklagte hat einstweilen keine Sanktionen zu befürchten.

Im Gegensatz zur Berufung bietet die Revision keine zweite Tatsacheninstanz.

Das angegriffene Urteil wird vom Revisionsgericht lediglich auf Rechtsfehler hin überprüft. Also darauf, ob das Verfahrensrecht und das materielle Strafrecht beachtet und richtig angewendet wurden. Zu einer Hauptverhandlung vor dem Revisionsgericht kommt es nur in seltenen Ausnahmefällen. Eine neue Beweisaufnahme findet nicht statt. Was als Rechtsfehler anzusehen ist und welche von ihnen in der Revision zur Aufhebung des Urteils führen, ergibt sich nicht nur aus den gesetzlichen Vorschriften, sondern auch aus der mannigfaltigen Rechtsprechung der Revisionsgerichte (Bundesgerichtshof bzw. Oberlandesgerichte). Resultat dieser Rechtsprechung ist, dass an den Verteidiger in Revisionsverfahren immer strengere Anforderungen gestellt werden.

Hierauf sind wir gut vorbereitet.

Folgendes ist jedoch zu beachten: Die Verteidigungsaktivitäten in der Hauptverhandlung, an dessen Ende das angefochtene Urteil des Tatgerichts steht, haben maßgeblichen Einfluss auf die Erfolgsaussichten der Revisionsanfechtung. Sofern die Anwältin / der Anwalt in der Hauptverhandlung keine (Beweis-)Anträge gestellt hat, die das Tatgericht hätte fehlerhaft bescheiden können, sofern kein Widerspruch gegen Beweisverwertungen erhoben oder kein Gerichtsbeschluss herbeigeführt wurde, kann auch der fähigste Revisionsverteidiger formelle Fehler des tatgerichtlichen Urteils nicht mehr rügen.

Anders verhält es sich lediglich mit der Sachrüge. Bei einer Sachrüge wird nicht die Schuld oder Unschuld des Angeklagten festgestellt, sondern es wird untersucht, ob das Verfahren korrekt verlaufen ist; es ergeben sich mögliche Fehler des Tatgerichts unmittelbar aus der Urteilsbegründung.

Sofern Sie uns beauftragen, Revision gegen ein Urteil einzulegen, so gehen wir hierbei zweistufig vor:

Zunächst einmal erheben wir für Sie – sofern noch nicht geschehen – formell Revision. Dies hat gemäß § 341 I StPO eine Woche nach Verkündung des Urteils zu erfolgen.

Nach Zustellung des Urteils muss die Revision gemäß § 345 StPO innerhalb eines Monats von einer Rechtsanwältin / einem Rechtsanwalt begründet werden. Hier ist für uns Folgendes selbstverständlich: Sofern wir nach gründlicher Prüfung des Urteils und des Hauptverhandlungsprotokolls zu der Ansicht gelangen, dass die Revision keinen Erfolg haben wird, weil der Verteidiger der Tatsacheninstanz es schlicht versäumt hat, entsprechende Revisionsgründe zu schaffen und das Urteil zudem keine sachlich-rechtlichen Mängel aufweist, teilen wir Ihnen dies mit. In diesem Fall entstehen für Sie lediglich die Kosten für die Prüfung der Erfolgsaussichten einer Revision.

Sofern wir jedoch beim Aufspüren von Verfahrens- und / oder Sachfehlern fündig geworden sind, besprechen wir mit Ihnen das weitere Vorgehen, insbesondere die zu erwartenden Kosten für das Erklimmen der zweiten Stufe.

Haben Sie sich hiernach für die Durchführung der Revision entschieden, werden wir uns der Revisionsbegründung mit der juristischen Sachkunde, der Akribie und dem notwendigen Arbeitsaufkommen widmen, welches erforderlich ist, um das Revisionsverfahren erfolgreich in Ihrem Sinne zu gestalten.

Rufen Sie uns an

Wir beraten Sie gerne bei Ihren Fragen zu Revision & Berufung.

  • Düsseldorf: +49 (0) 211 – 42 99 716
  • Essen: +49 (0) 201 – 89 45 285
  • Hamburg: +49 (0) 40 – 82 21 86 370
  • Frankfurt: +49 (0) 69 – 71 04 56 521
  • Brüggen: +49 (0) 2163 – 57 20 970

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